Beleuchtungsarten

 

Leuchtstofflampe

Dieser auch als Leuchtstoffröhre oder "Neonröhre" bezeichnete Typ ist in der Aquaristik wohl am verbreitesten. Auf der Innenseite des Glasrohrs ist ein fluoreszierender Leuchtstoff aufgebracht, der durch UV-Strahlung angeregt wird und helles, sichtbares Licht abgibt. Leuchtstoffröhren gibt es in unterschiedlichen Längen und Lichtfarben Auf dem Aquarium aufliegende Abdeckungen enthalten Leuchtstofflampen. Je nach Anzahl der Röhren kann man verschiedene Lichtfarben miteinander kombinieren. 100% Leistung und Langlebigkeit erbringen Leuchtstoffröhren nur bei einer Temperatur von 20-25°C, die aber in den wasserdichten Gehäusen mancher Hersteller deutlich überschritten wird. Leuchtstoffröhren werden jedoch auch als Hängeleuchten angeboten. Bei 50°C ist die Leistung der Röhren schon auf 85% abgesunken. Sie halten bei diesen Belastungen auch deutlich weniger lange. Bei einer täglichen Betriebsdauer von 10 - 12 Stunden sollten Leuchtstoffröhren nach einem halben, spätestens aber einem Jahr ausgetauscht werden. Leuchtstofflampen leuchten das Aquarium flächig und sehr gleichmäßig aus. Es entstehen keine Licht- und Schattenzonen wie bei einer punktuellen Lichtquelle (vgl. HQL u. HQI). Zudem haben Sie den Vorteil, den Betrachter nicht zu blenden. Das "Wohnlicht", welches eine Aquariumbeleuchtung abgibt, ist sehr harmonisch und gleichmäßig. Von den Lichtfarben her gibt es bei den Leuchtstoffröhren die größte Auswahl. Die bevorzugte Leuchtstoffröhre ist die Triton. Die sehr gute Farbwiedergabe, der pflanzenwuchsfördernde Effekt und die lange Haltbarkeit (7000 - 10.000 Betriebsstunden) machen sich trotz des höheren Preises der Triton-Leuchtstoffröhre schnell bezahlt. In Kombination mit einer Tageslichtröhre haben Sie eine sehr gute Alternative zum Sonnenlicht.

HQL-Leuchten
 

Quecksilberdampf-Hochdrucklampen sind wesentlich kompakter gebaut als Leuchtstoffröhren, funktionieren aber nach einem ähnlichem Prinzip. Der Hochdruck-Brenner im Glaskörper erzeugt UV-Strahlung, die wiederum das aufgeschichtete Leuchtmittel zur Abgabe von Licht anregt. Achtung Die HQL-Lampen (oder auch HPL, HSL... genannt) sehen ähnlich aus wie Glühlampen, dürfen aber nicht in deren Fassungen eingeschraubt werden. EXPLOSIONSGEFAHR Bei den Lichtfarben gibt es bei den HQL-Leuchten deutlich weniger Auswahl als bei den Leuchtstoffröhren: Neutralweiß, Warmweiß (pflanzenfreundlich, HQL), Warmton (besonders hoher Rotanteil, "HQL de Luxe") Die kompakten HQL-Leuchten werden in Hängelampen verwendet. Eine große Anzahl von und Formen ermöglicht es, sich je nach Geschmack und Geldbeutel die richtige Hängelampe für seinen Zimmerschmuck auszusuchen. Hängelampen sollten so aufgehängt werden, dass sie den Betrachter nicht blenden können. Besonders erwähnenswert sind bei punktuell strahlenden Hängeleuchten die sehr schönen durch die Oberflächenbewegung erzeugten, sonnenlichtähnlichen Lichtmustern auf dem Beckenboden. HQL-Leuchten haben eine wirtschaftliche Brenndauer von ca. 10.000 Stunden und sollten spätestens alle 1,5 Jahre ausgewechselt werden. Hängelampen sind für offene Aquarien sehr geeignet und in verschiedensten Ausführungen erhältlich und sollten einen schockbeständigen Spritzwasserschutz haben.

HQI-Lampen

sind Quecksilber-Hochdrucklampen mit Halogen-Metalldampf und momentan der "letzte Schrei" in der Beleuchtungstechnik. Der Hochdruckbrenner enthält zusätzlich Halogen-Metalldämpfe, wodurch sichtbares Licht geliefert und die Beschichtung des äußeren Kolben mit Leuchtstoffen überflüssig wird. Besonders empfehlenswert sind röhrenförmige Brenner mit beidseitigem, Kontakt in den Leistungsstufen 70, 150 und 250 Watt, die in der stärksten Ausführung auch 70 cm hohe Aquarien problemlos ausleuchten.

 

Wie lang sollte unsere Beleuchtung brennen?

In den Tropen liegt die Tageslichtdauer bei ca. 10-12 Stunden, jedoch tritt durch den flachen Einfallswinkel . in den Morgen- und Abendstunden nur sehr wenig Licht in das Wasser ein Die effektive Beleuchtungszeit der Pflanzen in ihren Heimatgebieten ist also deutlich kürzer als die Tageslichtlänge. Trotzdem hat sich eine Beleuchtungsdauer von 10 - 12 Stunden in den Aquarien gut bewährt. Jedoch sollte die Beleuchtung nicht vor der Arbeit 3 Stunden und zum Feierabend 5 Stunden lang eingeschaltet werden. Das bringt den Biorhythmus der Pflanzen komplett durcheinander. Besser ist ein später Beginn, z.B. um 15 Uhr, so dass Sie auch noch nach Feierabend Ihr Spätprogramm "Aquarium" genießen können. Verändern Sie die Beleuchtungszeit, sollte dies immer schrittweise (ca. 30 Minuten pro Tag) geschehen. Nach wenigen Tagen haben sich Fische und Pflanzen auf diese Verschiebung eingestellt. Gut, weil schön konstant, ist eine Schaltung der Beleuchtung über eine Zeitschaltuhr. Besitzt Ihre Beleuchtung mehrere Leuchtstoffröhren mit separaten Anschlusskabeln, so kann über Zeitschaltuhren Sonnenauf- und -untergang simuliert werden. Ein Tag ohne Beleuchtung schadet dem Aquarium jedoch auch nicht. Im Gegenteil! Ein Tag ohne Licht bekommt den Algen nicht besonders gut, die Pflanzen erholen sich und fühlen sich nach einer dunklen Phase sichtlich wohl.

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